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Welche Klinik? Die Qual der Wahl... PDF Drucken E-Mail

In welcher Klinik wollen Sie Ihr Kind bekommen?Wenn Sie sich für eine Klinikgeburt entschieden haben, müssen Sie sich nun für eine Klinik entscheiden. Das Krankenhaus-System bietet heutzutage viele Alternativen an. Informieren Sie sich deshalb gleich bei mehreren unterschiedlichen Kliniken! So können Sie herausfinden, welches Krankenhaus für Sie optimal ist. Sie müssen sich nicht automatisch für das Krankenhaus entscheiden, indem auch Ihr Frauenarzt praktiziert. Hier einige Punkte, die Sie bei Ihrer Entscheidung berücksichtigen sollten:

Art der Klinik

In großen Krankenhäusern und Universitätskliniken haben Sie als Privatpatientin den Vorteil, vom Chefarzt oder Oberarzt persönlich betreut zu werden. Wenn Sie Kassenpatientin sind, wird die Geburt von dem gerade diensthabenden Arzt überwacht. Das kann unter Umständen auch ein Assistenzarzt sein.
Die Größe der Klinik ist nicht gleichzusetzen mit der Kompetenz der dort behandelnden Ärzte. Fragen Sie ihren Frauenarzt, welche Erfahrungen er gemacht hat und zu welcher Klinik er Ihnen raten würde! Besorgen Sie sich auch Klinik-Rankings!


Personelle Betreuung

Ganz wichtig ist die personelle Betreuung während Ihrer Geburt. Die modernsten medizinischen Apparate nützen nichts, wenn das Klinikpersonal nicht richtig mit ihnen umgehen kann. Auf der Entbindungsstation sollte mindestens ein voll ausgebildeter Geburtshelfer sowohl Tag und Nacht als auch an Wochenenden und Feiertagen anwesend sein. Zudem sollte zu gleichen Zeiten auch immer mindestens eine Hebamme bereitstehen. Wenn Sie eine Risikoschwangerschaft haben, muss auch für den Notfall ein Anästhesist Bereitschaft haben, so dass im Bedarfsfall ein Kaiserschnitt ohne Verzug durchgeführt werden kann.

Medizinische Ausrüstung

Bei einer Geburt sind die meisten medizinischen Apparate nur für den Notfall da. Trotzdem sollten Sie überprüfen, ob Ihnen auch bei einem eventuellen Notfall schnell und optimal geholfen werden kann. Das gilt ganz besonders für Risikoschwangere. Sie werden sehen: Das Vorhandensein dieser Geräte gibt Ihnen Sicherheit. Die Klinik sollte direkten Zugang zu einer Blutbank haben, damit Sie bei starken Vor- und Nachblutungen ohne Zeitverlust eine Blutübertragung bekommen können. Auch die zur künstlichen Beatmung und Reanimation notwendigen Geräte sollten vorhanden sein. Fragen Sie auch, ob es eine Neugeborenenintensivstation gibt oder wie lange der Weg dahin dauern würde.


Emotionale Atmosphäre

Für viele Frauen ist die emotionale Atmosphäre bei ihrer Geburt von großer Wichtigkeit. Bei vielen Kliniken ist es möglich, sich die Hebamme selbst aussuchen zu können. Das geht aber nur, wenn dort frei niedergelassene Hebammen arbeiten, die mit ihrem Dienstplan flexibel sind. Bei einer solchen Regelung haben Schwangere den großen Vorteil, ihre Hebamme schon lange vor der Geburt kennen zu lernen. So kann sich ein Vertrauensverhältnis zwischen werdender Mutter und Hebamme aufbauen.
Sprechen Sie auch über eine eventuelle Begleitung bei Ihrer Geburt, wenn Sie eine bestimmte Person dabeihaben möchten. Alleinstehende Frauen ohne Partner möchten vielleicht von ihrer Mutter oder ihrer besten Freundin begleitet werden, um nicht alleine gebären zu müssen. Klären Sie dies direkt im Voraus! Es kann sein, dass Sie dafür extra eine Verfügung erstellen müssen. Dies gilt im Besonderen, wenn die Person, die Sie begleiten soll, nicht der Vater des Kindes ist oder nicht mit Ihnen nah verwand ist.
Finden Sie auch heraus, wie das Klinikpersonal zu Mutter-Kind-Kontakt, Anlegen gleich nach der Geburt und Stillen ohne Zufüttern eingestellt ist!
Wenn Sie eine sanfte Geburt wünschen, erkundigen Sie sich, welche Ansichten das Personal zu Schmerz- und Betäubungsmitteln hat und welche Ansichten zum Dammschnitt vorherrschen! Fragen Sie auch, wie viel Zeit Ihnen in der Austreibungsphase gelassen wird und wann abgenabelt wird! Wichtig bei der Beantwortung ist, dass das Klinikpersonal aus innerer Überzeugung handelt.
Von Klinik zu Klinik wird das Rooming-in, also die Zeit, die Mutter, Vater und Kind zusammen verbringen, unterschiedlich gehandhabt. Bei einem Teil-Rooming-in kommt das Neugeborene nachts und zu Besuchszeiten ins Kinderzimmer. Bei einem uneingeschränkten Rooming-in haben die Mütter ihr Baby immer bei sich und versorgen es selbst – natürlich auch mit Hilfe des Klinikpersonals.

Ambulante Geburt

In einigen Krankenhäusern besteht die Möglichkeit, schon wenige Stunden nach der Geburt wieder nach Hause zu gehen, wenn es keine Komplikationen gegeben hat und Mutter und Kind wohl auf sind. Das nutzen viele Mütter, die schon Kinder haben, die zu Hause sehnsüchtig auf sie warten oder die sie nicht lange alleine bei einer Betreuung lassen können.
DS
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