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    Hormonskandal: Östrogen in Mineralwasser – Auswirkungen auf Spermien bekannt

    By Redaktion | März 13, 2009

    Wie die Wissenschaftler Jörg Oehlman und Martin Wagner von der Frankfurter Goethe-Universität herausfanden, sind viele Mineralwässer mit großen Mengen des Sexualhormons Östrogen belastet. Laut Doktorand Martin Wagner ist die Qualität der untersuchten Proben von der Hormonbelastung her mit dem Abwasser von Kläranlagen zu vergeleichen. Die Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift “Environmental Science and Pollution Research” publiziert und beunruhigen. Die Forscher haben sich in ihrem aktuellen Projekt nicht auf ein bestimmtes Hormon beschränkt. Die Auswirkungen auf den menschlichen Körper sind noch nicht klar. Sicher ist nur, dass Hormone eine immens wichtige Rolle im Stoffwechsel spielen.

    Interessantes, aber zu erwartendes Ergebnis: Wässer in PET Flaschen sind doppelt so hoch belastet wie in Glasflaschen. Erst vor kurzer Zeit gab es einen ähnlichen Skandal mit Plastikbabyflaschen, die Bisphenol A enthalten. Hier sind schon Auswirkungen auf den menschlichen Körper nachgewiesen – die Flaschen gibt es immer noch im Handel. Da ist die USA schon fortschrittlicher. Ab2010 verbannt die große Supermarktkette Walmart Flaschen mit Bisphenol A aus den Regalen.

    Für die hohe Hormonbelastung in Mineralwasser gibt es 2 Erklärungen. Entweder die Quellen sind schon stark belastet, was eher unwahrscheinlich ist, oder die Weichmacher etc. in den PET-Flaschen lösen sich heraus. Letzteres ist ein guter Erklärungsansatz. Ich persönlich schmecke, ob ein Wasser aus der PET oder der Glasflasche kommt.

    Mögliche Auswirkungen: Gerade für das Baby oder Kinder sind PET Flaschen vermutlich doch nicht so ungefährlich. Laut umweltbrief.de ist schon lange bekannt, dass die in PET enthaltenen Stoffe zu Schäden an der Leber und an Spermien führen. Auch auf toxcenter.de werden mögliche Schäden diskutiert. In diesem Zusammenhang passt, dass die Zeugungfähigkeit bei Männern stark zurückgegangen ist. Die so genannte Fertilität ist in den letzten Jahren dramatisch gesunken. Auch dies wird in direkten Zusammenhang mit weiblichen Hormonen gebracht, u. a. der Pille.

    Da PET nahezu überall in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird, kann man dem Stoff kaum aus dem Weg gehen. Die Politik zaudert und das, obwohl alternative Stoffe bekannt sind.

    Unser Tipp: Greifen Sie vermehrt zu Glasflaschen und verwenden Sie Leitungswasser. Vorher sollten Sie Ihr Leitungswasser testen lassen – dies kostet allerdings kaum mehr als 20 €. So stellen Sie sicher, dass die Rohre nicht mit Blei belastet sind. Auch sehr hilfreich und wirkungsvoll: Schalten Sie den Trinkwasserfilter MULTI-PURE dazwischen. Und als Babyflaschen empfehlen wir die Rückbesinnung auf Glasflaschen!

    Topics: Wissenschaft | 3 Comments »

    3 Responses to “Hormonskandal: Östrogen in Mineralwasser – Auswirkungen auf Spermien bekannt”

    1. E.Mair Says:
      Juni 18th, 2009 at 16:27

      Ist es nicht ein wenig vorauseilende Freude am Skandal oder Chaos, wenn Sie jetzt bereits von Hormonskandal im Mineralwasser reden?
      Die bisherigen Ergebnisse sinbd doch wohl noch in einem sehr frühen Stadium und weitgehend Vermutungen, vor allem was und in welcher Menge da vermutlich schädigen könnte.
      Dass so gut wie jedes Plastik auslaugt, sollte der normale Mensch schon länger wissen. Wer alles irgendwie mit irgendwas belastetes vermeiden will, läßt sich am besten sofort feuerbestatten.

      Diese Headline war keine journalistische Leistung, sondern Panikmache.

      MfG
      E. MAir

    2. Verena Says:
      Juni 19th, 2009 at 21:07

      Ich muss Ihnen widersprechen: Gerade Kinder reagieren nachweislich sehr stark auf Hormonbelastungen. Außerdem gibt es bereits Alternativen, die bisphenol-A-frei sind. Warum die Kinder weiter mit potentiellen Hormonen konfrontieren? Es gibt Plastik, das kein Bisphenol-A ausscheidet.

      Wir sind bei Kindern vorsichtig.
      Auch die Verweiblichung der Natur gibt zu denken (inkl. Fertilitätsrückgang bei Männern).

      Bisphenol A sollte – wie in anderen Ländern schon geschehen – verboten werden.

      Viele Grüße

      Verena

    3. Estella Redall Says:
      August 7th, 2009 at 09:03

      Ganz schön formuliert – super.

    Comments