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    Weltaidstag: Kinder und Jugendliche besser schützen

    By familien-organizer | Dezember 1, 2009

    Nur jedes dritte Baby, das von einer HIV-infizierten Mutter auf die Welt gebracht wird, ist vor dem Virus geschützt. Das geht aus dem Bericht „Kinder und AIDS“ hervor, den Unicef, UNAIDS, die Weltgesundheitsorganisation WHO und UN-Bevölkerungsfonds anlässlich des heutigen Weltaidstages veröffentlichten. Laut diesem Bericht werden nur 38 Prozent aller Kinder, die dringend AIDS-Medikamente benötigen auch mit diesen versorgt. Unicef ruft deshalb auf, Kinder und Jugendliche besser vor HIV und AIDS zu schützen.


    In dem Bericht schlüsselt Unicef auch auf, was solch ein besserer Schutz kosten würde: Alleine 605 Millionen Dollar sind nötig, um 80 Prozent der mit dem HI-Virus infizierten schwangeren Frauen behandeln zu können, weitere 649 Millionen Dollar, damit HIV-infizierte Kinder unter 15 Jahren antivirale Medikamente bekommen können.
    Regine Stachelhaus, Geschäftsführerin von Unicef Deutschland, ist nicht sehr optimistisch: „Es ist zu befürchten, dass die weltweite Wirtschaftskrise die Auswirkungen der Aids-Epidemie auf Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern verschärft.“ Hinzu kommt, dass die von AIDS am stärksten betroffenen Länder Entwicklungsländer oder Schwellenländer sind, die ohnehin nicht aus eigener Kraft in der Lage sind, die AIDS-Epidemie wirksam zu bekämpfen. Der Unicef-Bericht zeigt aber auch, dass die Hälfte aller Neuansteckungen verhindert werden könnte, wenn die weltweite Aufklärung und Prävention noch weiter ausgebaut würde.
    Im Jahr 2008 starben 280.000 Kinder an AIDS. Derzeit tragen 2,1 Millionen Kinder das tödliche Virus in sich. Nach aktuellen Schätzungen haben 17,5 Millionen Kinder einen oder sogar beide Elternteile durch AIDS verloren.
    DS

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