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Während der Schwangerschaft bessert sich die Migräne
By familien-organizer | Januar 19, 2010
In der Schwangerschaft bekommen Frauen, die unter Migräne leiden, seltener Anfälle. Doch schon eine Woche nach der Geburt komme die Migräne-Attacken zurück. Forscher aus Kiel und Rostock haben auf der Suche nach der Ursache für dieses Phänomen die Aktivitäten der Hirnrinde gesunder Frauen und schwangerer und nicht-schwangerer Migränepatientinnen miteinander verglichen. Sie konzentrierten sich auf diesen Bereich, weil er bei den betroffenen Frauen vor einer Migräneattacke anders auf wiederkehrende Reize reagiert als bei Frauen, die nicht an Migräne leiden. Migräniker können demnach kurz vor einer Attacke wiederkehrende Reize schlechter „ausblenden“. Ein solcher Reiz kann zum Beispiel das Ticken einer Uhr sein, die in der Nacht im Bett zu hören ist.
Den Wissenschaftlern ist laut der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft nun der Beweis gelungen, dass sich die untersuchten Hirnaktivitäten von an Migräne erkrankten schwangeren Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel nicht von denen gesunder Frauen unterscheiden. Dagegen sind vier Wochen nach der Entbindung bei den Versuchsteilnehmerinnen wieder deutliche Unterschiede nachweisbar gewesen. Ein Grund für die Besserung während der Schwangerschaft dürfte darin liegen, dass in dieser Zeit weniger Schwankungen der Hormonspiegel auftreten als während des monatlichen Zyklus. Bereits seit längerem wird in manchen Fällen bei der Migräne-Behandlung versucht, eine zu starke Schwankung des Hormonspiegels von Migränepatientinnen zu unterbinden, damit Anfälle seltener auftreten.
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