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    Bei Rissen in der Fruchtblase kann Muschelkleber helfen

    By Redaktion | Februar 6, 2010

    Bei Schwangerschaften kommt es immer wieder zu Komplikationen, die teilweise für eine Frühgeburt verantwortlich sind. Unter anderem ist ein vorzeitiger Blasensprung Ursache für viele Komplikationen. Dieser kündigt sich manchmal über feine Risse in der Fruchtblase an, über die tröpfchenweise Fruchtwasser verloren wird. Jetzt haben Wissenschaftler einen Kit mit herausragenden Eigenschaften entwickelt. Prof. Methersmiss entwickelte mit seinem Team einen Klebstoff auf Muschelbasis. Dabei spielte die Bionik eine wesentliche Rolle.


    Nach dem Vorbild der Natur werden in dieser Disziplin technische Anwendungen geschaffen. Berühmtestes Beispiel ist der Lotus-Effekt (Selbstreinigung). Prof. Methersmiss nahm sich die Miesmuschel als Vorbild und untersuchte die Eigenschaften des Fußes, der bei dieser Muschel extrem gut an den nassen Steinen haftete. Ursache dafür war ein Protein (Dopa), das sein Team vor Jahren auch künstlich herstellen konnte. Mittlerweile sind für diesen Kleber zahlreiche Anwendungen gefunden worden. Jetzt hat man herausgefunden, dass das Protein Dopa zusammen mit einem Enzym ein hervorragender Medizinkleber ist, der zur Zeit seinesgleichen sucht. Experimente an Gewebe machen Hoffnung, dass diese Klebstoff-Verbindung in Zukunft bei Rissen in der Fruchtblase eingesetzt werden kann, da auch die Gewebeschädigung extrem gering ist.  Zudem klebt der Klebstoff auch unter Wasser, was die Anwendung vereinfacht. Bis zur Marktreife vergehen sicher noch einige Jahre, die ersten Schritte sind jedoch getan.

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